Ein Fallbeispiel

An dieser Stelle möchte ich eines von vielen Beispielen geben, was ein freiheitliches pferdegestütztes Coaching bewirken kann:

Nach der folgenden Pferdebegegnung änderte sich das Leben dieses Mannes – und das ist nicht übertrieben.

Herr L. stand bei der Pferdebegegnung seitlich von einer Stute; sie ließ sich streicheln und er genoss die Nähe. Auffällig war, dass er seine andere Hand immer vorne am Hals / Brustbereich der Stute hielt, so als wolle er sie festhalten.

Darauf angesprochen antwortete Herr L: „Ich halte die Stute, sonst läuft sie ja weg.“

Wirklich? Entspricht das der Realität oder einem persönlichen Glaubenssatz?

Das Coaching ermöglichte ihm, in dem geschützten Rahmen eine Alternative auszuprobieren und er ließ sich darauf ein.

Als er seinen Arm gelöst hatte, setzte sich die Stute in Bewegung und entfernte sich von Herrn L., kam aber nach einer  kleinen Runde freiwillig zu ihm zurück. Zufall?
Nein. Nur weil Herr L. glaubte, dass es niemand bei ihm aushalten würde, heißt das nicht, dass das auch die Realität ist.

Dieses Erlebnis stellte bei Herrn L. alles auf den Kopf. Er war völlig verblüfft, dass die Stute freiwillig zu ihm zurück kam und er gar nichts dafür getan hatte. Sein Glaubenssatz wurde entkräftet. Das Erlebte kann ihm keiner mehr nehmen.

Ebenso wurde ihm schlagartig bewusst, dass er sich seiner Familie gegenüber genauso fixierend verhielt, weil er meinte, er müsse alles aktiv festhalten. Durch diese Verlustängste entstand jahrelang ein großer Stressfaktor, den seine ganze Familie belastete.
Herr L. hatte seine Familie wortwörtlich „im Griff“.

Seit dieser Erkenntnis ging Herr L. völlig anders mit seiner Familie um, die es ihm dankte, weil sie wieder Luft zum Atmen hatte.

Diese Begebenheit zeigt sehr deutlich, wie einfach und banal sich Sachverhalte bei einer Pferdebegegnung präsentieren können, doch wie tief die Erkenntnis reichen kann.

Ich hoffe, ich konnte allen Interessierten verdeutlichen, welche Erkenntnisse im Rahmen von freiheitlichem pferdegestützten Coaching entstehen und was sie nachhaltig in einem Leben verändern können.

Herzliche Grüße von

Miriam Köhl